ach ist das eine freude, österreich leiden zu sehen! alle glauben, ein stück österreich zu verlieren, wenn 5 bilder ihrer rechtmäßigen besitzerin zukommen. von nazis geraubte bilder symbolisieren österreich und erneut soll die besitzerin moralisch unter druck gesetzt werden, das ist das österreich der gehrers und gusenbauers der vander bellens und der männer und frauen von der strasse, die allzubald wieder zu den urnen gebeten werden.
ich hoffe inbrünstig, dass es nicht gelingt, die bilder in österreich zu behalten, sie sollen dort sein, wo tausende und abertausende jüdische österreicherInnen verbleiben mußten; in der emigration, auch lange nach der niederschlagung der nazis.
oder noch besser: machen wir selbst eine sammlung "klimt freikaufen!" und schenken wir das bild einer jüdischen Gedenkstätte mit der Auflage, dass es nie wieder in Österreih gezeigt werden darf.
nur bleifußgerechtigkeit kann offensichtlich den völkischen kärntner wahnsinn bekämpfen. bleiberg soll also 2sprachig werden, sagen die höchstrichterInnen. die reaktionen sind klar: haider nein, schüssel schaun ma mal, fischer reden reden reden, schaunig bitte ned fragen.
nicht nur die slowenisch-muttersprachliche bevölkerung ist betroffen, alle leben vom und mit dem reaktionären völkischen mief.
wir fahren an gegen diesen ösi-scheiss. wir sichern die strassen, und holen uns dann strafzettel, bezahlen wird die kärntner landesregierung! und zwar 2100 euro pro mal. wer lust hat mitzumachen, soll sich hier melden. wann immer 4 leute lust haben werden wir starten - wenn nötig 394 mal!
Obwohl es längst in Diskussion war, konnte es nur im Alsergrund durchgesetzt werden: die Möglichkeit "KEINE Partei" zu wählen.
Jedesmal wird über Brief- und andere Wahlmöglichkeiten diskutiert, jedesmal werden Nicht-EU-MigrantInnen nur als Objekte statt Subjekte der Wahl in behandelt. Dem Irrsinn rassistischer Demokratie muss alsergründlich entgegengetreten werden, und zwar selbst und engagiert! Und en passent kann man/frau zumindest im Alsergrund endlich KEINE Partei wählen ...
Es war keine leichte, aber eine umso spannendere Sache, als lauter Laien diesen Reclame-Streifen von der Idee zum kinotauglichen Film zu bringen. Siebzehn mal sind wir abwechselnd oder zusammen gescheitert.
Ergreift die Mixer!
Eine internationale Querilla-Initative versucht uns zu vereinnahmen. Sie behaupten wir wären schon einmal in Offenbach (wo liegt das?) aufgetreten. Zudem fallen wir in die Schablone "klassische Querilla" in der Rubrik Wahlquark. Wir distanzieren uns voller Abscheu!
So lautet das Motto der "Ersten österreichischen Erwerbsarbeitslosenkonferenz", die am Samstag15. und Sonntag 16. Oktober im Amerlinghaus stattfindet. Erwerbsarbeitslose diskutieren unter anderem "... über die Möglichkeiten zur Selbstvertretung, sich selbst in der politischen Diskussion Gehör zu verschaffen, und die Zusammenarbeit der von Erwerbsarbeitslosigkeit betroffenen Menschen selbst zu organisieren."
N.H., eine der SpitzenkandidatInnen KEINEr Partei, ist begeistert: Alles alles Gute, und merkt euch: keine Partei hilft uns!
Vielleicht wird einmal eine Regierungspartei einen Sozialabbau-Schritt nicht so fantasielos "Hartz X" nennen, sondern "Grundeinkommen". Das dürfen wir nicht passieren lassen - aber eigentlich geht es darum, für unser Recht auf Leben zu kämpfen ...
In Linz verreckte ein Schubhäftling alleine in seiner Einzelzelle. Verdurstet lag er auf einer dünnen Isomatte. So etwa 18 Jahre sei er und vielleicht, wer weiß es schon, aus Gambia. Namen gibt es keinen. Eifrige AmtsärtzInnen und Wärter bestätigen, dass es ihm eine halbe Stunde vorher noch gut gegangen ist. Ingrid Thurnher berichtete vom Tod des verzweifelten Flüchtlings kalt und neutral und beendete mit der Abmoderation: "... und nun zur Politik". Das vorher war Chronik oder Kultur oder was?
Ich hätte große Lust all denjenigen, deren Job es ist, Leute ins Häfen zu stecken, nur weil sie die falschen oder keine Papiere eingesteckt haben, einfach ins Knie zu schiessen. Einfach so. Weil sie Erfüllungsgehilfen einer durch und durch rassistischen Demokratie sind. Aber wieviele blieben dann über, die nicht hinken?
"... und wenn die Menschen einmal reif dafür sein werden, wird dies die Form ihrer Regierung sein. Eine Regierung ist bestenfalls ein nützliches Instrument. Aber die meisten Regierungen sind immer und alle sind manchmal unnütz..."
Abseits der handelsüblichen Gelassenheit könnte man sich ganz schön aufregen. Doch eigentlich nur, wenn man nicht wüsste, dass Parteien gar nicht dazu da sind:
Wir haben ein email bekommen, dass es einer Firma nicht paßt, dass auf unserer Homepage und auf unseren 30 Plakaten ein Sujet drauf war, dass ihrem Firmenlogo ähnelt. Dabei handelt es sich um ein Kunstprodukt, das die bekannte KünstlerInnengruppe monochrom vor 3 Jahren für eine Kunstaktion entwickelt hat und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. ....
Da wir keinesfalls die Firma in ihren Markenrechten stören wollen und auch keinerlei Werbung für diese Firma machen wollen, haben wir das Monochrom-Logo von allen unseren Materialien entfernt, und werden es auch nie mehr verwenden. Sollten sich Menschen, Firmen, Regierungen durch die kurzzeitige Präsenz auf unserer Homepage gestört, eingeschränkt oder sonst irgendwie mies behandelt vorgekommen sein, stehen wir nicht an, uns dafür in aller Form zu entschuldigen: Niemals ist die Verletzung der der Rechte, die mit diesem EINEN Eigentumstitel verbunden sind, die Absicht unserer künstlerischen Intervention gewesen. Schwöre!
Vielen BewohnerInnen des Alsergrunds wie anderer Erdteile war und ist es ein Anliegen, für eine Gesellschaft einzutreten, in der die Menschen frei leben und ihre Begierden lediglich den Schranken der Selbstermächtigung und der herrschaftsfreien Begegnung unter gleichen freien Menschen unterworfen sind.
Schön dass wir an einem freien Landleben teilhaben und nicht in irgend einem totalen Wald spuken. Kleiden wir uns fein? Nein! Schwarze Balken müssen her, weil das Büro Keiner Partei die Freiheit der Kunst streitig oder zumindest abspenstig macht. Angeblich sind Marken gut. Mit Klagen drohen ist böse, sagt die kommunistische Partei und hat damit nix zu tun. Zumindest kennt sie office@keinepartei.net und warnt alle beherzt nach Ausdruck ihres Gefallens Suchenden. Und nicht vergebens, danke! Wir wollen die Kunst nicht auf die Spitze treiben. Da zensieren wir lieber den gutmeindenden Genossen, lassen nur eines von ihm über: Kunstsinn kennt sicher viele Grenzen, eine dort wo organisiert wird: GPA-Presseaussendung zu Baumax-Essl